Die erste Sitzung des Runden Tisches Oeversberg

 

Gestern hat nunmehr das erste Mal der Runde Tisch zum Oeversberg getagt. Ich möchte kurz aus meiner Sicht berichten, um euch Unterstützer des Sports auf dem Oeversberg informiert zu halten.

 

Teilnehmer der Runde waren neben der Jacobs University, den für Sport und Wirtschaft zuständigen Vertretern des Senats, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft,  dem Sportamt und dem Bauamt vor allem die auf dem Oeversberg ansässigen Vereine sowie der Sprecher des Beirats Vegesack. Moderiert wurde die Sitzung von Vegesacks Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt. 

 

Mit eineinhalb Stunden war die Zeit für das erste Zusammentreffen begrenzt. Entsprechend waren sich die Beteiligten schnell darüber klar, dass es sich nur um eine Auftaktsitzung handeln kann, mit dem Ziel, eine Abstimmung zur Lage und zum weiteren Vorgehen zu erreichen. Dieses Ziel wurde erreicht. Und es wurde erreicht, eine konstruktive Gesprächsebene zu schaffen.

 

Erstes Ergebnis: Das konstruktive Gespräch und die Zusammenarbeit haben begonnen

Insgesamt war es eine offene und faire Gesprächsatmosphäre in der die Vereine mit ihren Belangen ernst genommen wurden. Ich nehme den Eindruck mit, dass alle Beteiligten sehr daran gelegen ist, eine Lösung zu finden, die den Anforderungen des Sports und der Anwohner im Stadtteil gerecht wird. Dies betonten insbesondere Prof. Dr. Hülsmann, Geschäftsführer der Jacobs University und Jan Fries, Staatsrat bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport.

 

Dennoch gibt es keinen Durchbruch zu vermelden. Dafür war die Sitzung zu wenig konkret. Es wurden Sachstände vorgetragen und diskutiert, aber keine Optionen präsentiert. Wichtig sind aus meiner Sicht vor allem die Aussagen der Jacobs Uni:

  • Sie brauchen Flächen für ihren eingeschlagenen und vertraglich mit den Geldgebern verpflichteten Wachstumskurs, konkret für neue Colleges (also Studentenwohnungen) und Hörsäle.
  • Sie haben kurzfristigen Bedarf und benötigen möglichst schnell Planungssicherheit
  • Sie suchen eine Lösung mit langfristiger Zukunftsperspektive, keine Übergangslösung

Insofern gibt es hier die ersten Gemeinsamkeiten zwischen der Jacobs Uni und den Vereinen auf dem Oeversberg, die nochmals deutlich machten, dass sie bis zum Jahresende konkrete Aussagen brauchen, die ihren Bestand und ihre Fortentwicklung ermöglichen. Zeit ist in der jetzigen Situation für beide Seiten ein kritischer Faktor. Egal wie die Lösung am Ende aussieht, die Planungen und Vorbereitungen für eine Umsetzung müssen in 2017 vorgenommen werden.

 

Zweites Ergebnis: Die Jacobs University und die Vereine sind sich einig, dass bis Ende 2016 Klarheit für alle Beteiligten erreicht werden muss.

Die Uni hat nochmals ihre Gesprächsbereitschaft und Offenheit für unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten betont. Eine der wichtigsten Aussagen der Uni an diesem Abend war daher die, dass sie zwar Flächen für neue Gebäude braucht, diese jedoch nicht zwingend auf dem Oeversberg liegen müssen. Gleichwohl durfte der Hinweis auf die vertragliche Situation und die wirtschaftlichen Anforderungen der Uni in diesem Zusammenhang nicht fehlen.

 

Drittes Ergebnis: Es wird ein Prozess aufgesetzt, um bis Ende des Jahres 2016 eine Lösung zu finden

Obwohl insbesondere der Bericht des Bauamtes erneut deutlich machte, dass die Möglichkeiten für Ersatzflächen in Bremen Nord sehr begrenzt sind, wird man auf der Suche nach einer Lösung nur voran kommen, wenn jetzt konkret und detailliert verschiedene Optionen für nutzbare Flächen, entweder für die Vereine, oder eben auch für die Jacobs Uni, durchgegangen und geprüft werden. Das soll jetzt umgehend als Vorbereitung für die zweite Sitzung des Runden Tisches in einer kleineren Arbeitsgruppe passieren. Die Vereine werden auch hier beteiligt sein. Der nächste Runde Tisch soll dann Anfang Dezember stattfinden.

 

Mein Fazit:
Mit besserer Vorbereitung und konkreten Vorschlägen auf dem Tisch hätte die erste Sitzung alle Beteiligten bereits weiter bringen können. Diese Chance wurde nicht genutzt. Aber: die Rahmenbedingungen und der Startschuss für eine gemeinsame Lösungssuche wurden erfolgreich gesetzt. In diesem Sinne sollten wir positiv auf die kommenden zwei Monate schauen. Das Ziel und das Arbeitsprogramm sind ehrgeizig. Ob sie in der Kürze der verbleibenden Zeit erreicht werden können, wird sich schnell zeigen. Wenn jetzt tatsächlich endlich über konkrete Optionen gesprochen wird, kann es gelingen.

 

Und noch ein Hinweis:
Presseanfragen zur Sitzung sind bitte an das Sportamt zu richten. Es wurde vereinbart, dass dort die zentrale Verantwortung für die Presseinformation liegt.  

 

(Jens Mühlner)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0